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Schloss Wachenheim : 2019/2020 Konzern-Geschäftsbericht

Sep 23, 2020

EUR % der Umsatzerlöse sowie in Konzernunternehmen Mio. EUR % der Umsatzerlöse INHALTSVERZEICHNIS 11 30 33 33 130 Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, das Geschäftsjahr 2019/20 war - wie für viele andere nationale und internationale Unternehmen - auch für die Schloss Wachenheim-Gruppe ein in außergewöhnlichem Maße herausforderndes Jahr. Bereits das erste Halbjahr 2019/20 stand vor dem Hintergrund einer sich weiter abschwächenden Weltwirt- schaft. In einem zunehmend herausfordernden Marktumfeld mussten wir in Deutschland und Frankreich or- ganisch Absatzrückgänge hinnehmen. Dabei haben sich in Deutschland auch noch Nachwirkungen der hohen Weinpreise der Ernte 2017 ergeben; in Frankreich war der Rückgang hauptsächlich durch das Auslaufen von Handelseigenmarkenverträgen geprägt. Gegenläufig war die Geschäftsentwicklung in Ostmitteleuropa einmal mehr herausragend, mit einem Absatzplus von 8,1 % im ersten Halbjahr dieses Geschäftsjahres. Zu Beginn des Jahres 2020 gingen wir dann davon aus, dass sich unser Geschäft im zweiten Halbjahr 2019/20 wieder leicht beleben wird. Doch kurze Zeit später entwickelte sich das Corona-Virus von einer - anfänglich scheinbar regional begrenzten - Bedrohung zu einem weltweiten und immer konkreteren Risiko für Gesundheit und Leben. In einer bislang nie dagewesenen Dynamik wurden Maßnahmen zur Eindämmung einer weiteren Ausbreitung des Virus beschlossen, die so weitreichend waren, dass sie unseren Alltag von heute auf morgen grundlegend veränderten, und die sich erheblich auf die Entwicklung der Weltwirtschaft auswirkten. Zwar wur- den die meisten dieser Einschränkungen inzwischen wieder gelockert bzw. aufgehoben; die Nachwirkungen aus der Zeit des "Lockdowns" sind allerdings bis heute noch zu spüren und werden voraussichtlich auch noch längerfristig spürbar bleiben. Auch die Unternehmen und Standorte der Schloss Wachenheim-Gruppe mussten sich in dieser Zeit auf die- se, teilweise täglich neuen, Situationen einstellen. Höchste Priorität hatte dabei stets die Sicherheit und die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Weiterhin haben wir Maßnahmen umgesetzt, um den operativen Betrieb in unseren Produktionsstätten so weit wie möglich aufrecht zu erhalten und unsere Lie- ferfähigkeit zu gewährleisten. Daneben ging es darum, die Verfügbarkeit von Rohstoffen und Waren sowie die Aufrechterhaltung unserer Logistikprozesse sicherzustellen. Sowohl auf Konzernebene als auch bei den Toch- tergesellschaften haben wir entsprechende Krisenteams aufgestellt, in denen auch die jeweiligen Leitungsor- gane eng einbezogen waren. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch ein striktes Kostenmanagement­ in allen Bereichen. Nahezu alle Kostenpositionen wurden laufend auf den Prüfstand gestellt, Alternativen gesucht und auch scheinbar kleine Einsparpotenziale realisiert. Es galt, in dieser Situation angemessene und teilweise auch neue Prioritäten zu setzen. Allerdings konnten wir uns den allgemeinen Marktentwicklungen nicht entziehen: Infolge der weitreichenden Kontaktbeschränkungen sind wichtige Verwendungsanlässe für zahlreiche unserer Produkte - nämlich Feier- lichkeiten, Feste und Veranstaltungen - temporär fast vollständig weggefallen. Gleiches gilt für die von Schlie- ßungsanordnungen betroffene Hotellerie und Gastronomie als für uns wichtige Kundengruppen. Die zeitweise Schließung des überwiegenden Teils unserer Weinfachgeschäfte in Polen belastete unsere Geschäftsentwick- lung. Gegenläufig entwickelten sich in dieser Zeit die Online-Bereiche durchweg expansiv, was jedoch die Rück- gänge an anderer Stelle nur teilweise kompensieren konnte. BRIEF DES VORSTANDS 5 Anstelle leicht steigender Absätze und Umsatzerlöse liegen die Absatzvolumina leicht unter und die Umsätze auf dem Vorjahresniveau. Das EBIT sowie der Konzernjahresüberschuss - im letztjährigen zusammengefass- ten Lagebericht jeweils als gegenüber dem Vorjahr stabil prognostiziert - liegen um 17,4 % (EBIT) bzw. 18,8 % (Konzernjahresüberschuss) unter dem Vorjahr. Ein Ergebnis, mit dem wir - vor dem Hintergrund der skizzierten Rahmenbedingungen - dennoch zufrieden sind, und das uns Anlass gibt, für die Zukunft weiterhin zuversicht- lich zu sein. Mit starken Marken sowie bewährten Eigenmarken- und Exklusivmarken-Konzepten sind wir national und international auf den Heimatmärkten unserer Konzernunternehmen und in wichtigen Exportmärkten gut positio- niert. Unsere Sortimente und Vertriebswege haben wir in den letzten Jahren ausgebaut und weiter diversifiziert. So haben wir beispielsweise unseren Umsatz mit Stillwein in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt; diese Produktkategorie repräsentiert inzwischen konzernweit rund 30 % unseres Geschäftsvolumens. Und auch un- sere Kapitalausstattung mit einer Eigenkapitalquote von nahezu 55 % sowie die Möglichkeit, auf umfangreiche Kreditlinien zurückgreifen zu können, unterstreicht die finanzielle Stabilität unseres Konzerns. Trotz der negativen Auswirkungen der Krise halten wir daher an unseren Strategien weiterhin fest, wenn auch mit gewissen Modifizierungen hinsichtlich deren zeitlicher Priorität. So werden wir den weiteren Ausbau unse- rer Exportaktivitäten dann wieder in den Fokus nehmen, wenn die derzeit weitreichenden Reiseverbote aufge- hoben sind und auch wichtige Messen (wie beispielsweise die ProWein in Düsseldorf) wieder stattfinden können. Stattdessen haben wir in den letzten Monaten die Nutzung von Chancen, die sich aus einem zunehmenden Tempo der Digitalisierung ergeben, aus gegebenem Anlass forciert, sei es durch den gezielten Ausbau unserer Online-Vertriebsaktivitäten, der Einführung neuer Formate wie beispielsweise virtuelle Weintastings, aber auch eine noch stärkere Fokussierung auf elektronische Medien bei der Weiterentwicklung unserer Werbe- und Mar- ketingaktivitäten (insbesondere für Light Live in Deutschland). Mit neuen und innovativen Werbeformen stellen wir uns auf Verhaltensänderungen der Verbraucher und deren Präferenzen ein und erhöhen damit Zielgenauig- keit und Wirkungsgrad unserer Kunden- bzw. Zielgruppenansprache. Daneben investieren wir - ungeachtet des derzeit schwierigen Umfelds - weiter in den Ausbau und die Modernisierung unserer Produktionskapazitäten, um mittel- und langfristig unsere Profitabilität und unsere Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Und schließlich hat die Entwicklung neuer und innovativer Produkte weiterhin eine hohe Priorität. Infolge der weiterhin existenten Nachwirkungen aus der Corona-Krise und unter Berücksichtigung der weiter- hin bestehenden Unsicherheiten gehen wir derzeit für das laufende Geschäftsjahr 2020/21 von weitgehender Stabilität hinsichtlich der konzernweiten Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Diese Prognose steht allerdings unter der Prämisse, dass die COVID-19-Fallzahlen beherrschbar bleiben und uns keine gegenüber der aktuellen Situation deutlich schärferen Maßnahmen (wie beispielsweise ein zweiter "Lockdown") ereilen. Vor dem Hintergrund dieser Aussichten sowie der Ergebnisentwicklung 2019/20 schlagen wir der Hauptver- sammlung vor, eine Dividende von EUR 0,40 pro Aktie auszuschütten. Dies liegt im Rahmen unserer bisherigen Dividendenpolitik, nach der wir ungefähr die Hälfte des Jahresüberschusses der Schloss Wachenheim AG und 20 % bis 25 % des Konzerergebnisses vor Minderheiten zur Ausschüttung vorschlagen. Bezogen auf den Aktien- kurs am Bilanzstichtag würde sich bei dieser Ausschüttung eine Dividendenrendite von 2,7 % ergeben. Ein besonders herzlicher Dank gilt an dieser Stelle unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in allen Kon- zernunternehmen. Ungeachtet der Krise und deren Auswirkungen - in das berufliche als auch in das private Umfeld eines jeden Einzelnen - haben sie mit ihrem anhaltend hohen Engagement ein derartiges Ergebnis überhaupt erst ermöglicht. Für uns sind sie - um es mit einem in der Hochphase der Corona-Krise häufig verwendeten Begriff auszudrücken - "systemrelevant" und insofern auch in Zukunft die tragende Säule für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer Unternehmensgruppe. Ihnen, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, danken wir für Ihr uns entgegengebrachtes Vertrauen und bitten Sie auch im laufenden Geschäftsjahr um Ihre Unterstützung. Horst Hillesheim Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre, im Geschäftsjahr 2019/20 befasste sich der Aufsichtsrat umfassend mit der operativen Entwicklung so- wie der strategischen Ausrichtung der Schloss Wachenheim AG und hat die ihm nach Gesetz, Satzung und ­Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands zeitnah und kontinuierlich überwacht und beratend­ begleitet. Die Grundlage hierfür bildeten zahlreiche mündliche, fernmündliche und schriftliche Berichte des Vorstands sowie regelmäßige Besprechungen mit den Mitgliedern des Vorstands, in denen viele Themen und Fragen auch kritisch angesprochen wurden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats wurde durch den Vorstand laufend, und zwar mindestens einmal im Mo- nat, über die Lage und die Entwicklung der Schloss Wachenheim AG sowie ihrer inländischen und ausländi- schen Tochterunternehmen informiert. Hierbei standen alle wesentlichen Geschäftsvorfälle, darüber hinaus die detaillierte Umsatzanalyse, die Ergebnissituation und die finanzielle Lage des Konzerns im Vordergrund. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung wurde der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Die Geschäftsordnung für den Vorstand enthält einen Katalog von Geschäften und Maßnahmen, deren Vornah- me durch den Vorstand einer Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Den im Geschäftsjahr 2019/20 vorge- legten Maßnahmen wurde - jeweils nach eingehender Prüfung und Erörterung - in allen Fällen zugestimmt. Außerdem hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand über das Risikomanagement unterrichten lassen. Die Kontrolle durch den Aufsichtsrat erstreckte sich ferner auf die Praktizierung und Weiterentwicklung der unternehmensinternen Compliance durch den Vorstand. Personalia Für die nach dem Ende der ordentlichen Hauptversammlung am 21. November 2019 beginnende Amtszeit sind erneut Frau Monika Schulze sowie die Herren Nick Reh, Dr. Wilhelm Seiler und Eduard Thometzek als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat gewählt worden. Die Wahl erfolgte jeweils für den Zeitraum bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023/24 beschließt. Als Vertreter der Arbeitnehmer für den Zeitraum bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023/24 beschließt, wurden Frau Melanie Meigel und Herr Stephan Scholten in den Aufsichtsrat gewählt. Frau Helene Zimmer und Herr Rüdiger Göbel sind als Ver- treter der Arbeitnehmer mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 21. November 2019 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. BERICHT DES AUFSICHTSRATS Sitzungen des Aufsichtsrats und seines Ausschusses Im Geschäftsjahr 2019/20 ist der Aufsichtsrat zu fünf ordentlichen Sitzungen zusammengetreten. Der Personal - und Finanzausschuss, als einziger aus der Mitte des Aufsichtsrats gebildeter Ausschuss, hat im Geschäftsjahr 2019/20 einmal getagt. Im Geschäftsjahr 2019/20 haben sämtliche Aufsichtsratsmitglieder an allen Sitzungen des Plenums und des Personal- und Finanzausschusses, sofern sie diesem angehörten, teilgenommen. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/20 erfolgte die Sitzungsteilnahme jeweils persönlich. Aufgrund der Corona-Krise haben mehrere Mitglieder des Aufsichtsrats an den Sitzungen im März und im Juni 2020 per Videokonferenz teilgenommen. Der Aufsichtsrat fasste alle notwendigen Beschlüsse auf der Basis von durch den Vorstand und den Aus- schuss vorbereiteten Vorlagen und Präsentationen. Die Beschlussfassungen erfolgten grundsätzlich in den Sitzungen des Aufsichtsrats; drei Beschlüsse wurden im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Schwerpunkte der Beratung im Aufsichtsrat Der Aufsichtsrat hat sich eingehend und intensiv mit allen strategischen Überlegungen und Vorhaben des Vorstands befasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit dem allgemeinen wirtschaftlichen Ge- samtumfeld und den konkreten, für den Konzern bedeutsamen Rahmenbedingungen, den Führungsperso- nalien, der Unternehmensplanung, grundsätzlichen Fragen der Geschäftspolitik, dem Risikomanagement, der Marktentwicklung und der Wettbewerbssituation der Gesellschaft und ihrer inländischen und ausländi- schen Tochterunternehmen sowie der Fortentwicklung der Corporate Governance und der Compliance der Gesellschaft beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2019/20 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Geschäfts- lage einschließlich der Situation auf den für die Unternehmensgruppe relevanten Beschaffungs- und Ab- satzmärkten mit Schwerpunkt auf dem inländischen "Sparkling"-Markt sowie über die Entwicklung der wichtigsten Konzernmarken. Weiterhin wurden die Absatz-, Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der Segmente Deutschland, Frankreich, Ostmitteleuropa und Übrige Aktivitäten im Geschäftsjahresverlauf erörtert. Daneben waren in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2019/20 die Auswirkungen der Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, insbesondere die Entwicklung der Weinpreise in den für die Unternehmens- gruppe relevanten Anbaugebieten Gegenstand der Beratungen. Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat mit der Integration der im August 2019 erworbenen Vino Weinhandels GmbH (damals firmierend als Pieroth ­Retail GmbH) und der strategischen Ausrichtung der Weinhandelsaktivitäten im deutschen Teilkonzern, dem Status neu eingeführter Produkte in Deutschland, Änderungen im Geschäftsverteilungsplan des Vorstands sowie dem Erwerb dreier Gesellschaften in Tschechien zum weiteren Ausbau der dortigen B2C-Weinhan­ delsaktivitäten. Weiterhin erörterte der Aufsichtsrat neue Entwicklungen bei der umsatzsteuerlichen Be- handlung von Aufsichtsratsvergütungen. 8 dung für das Geschäftsjahr 2018/19. Der Aufsichtsrat wurde über die Verhandlungen und Beschlüsse des Ausschusses in Kenntnis gesetzt und beschloss auf Basis entsprechender Vorlagen des Ausschusses. Corporate Governance Die gemäß Empfehlung D.13 des DCGK empfohlenen Selbstbeurteilungen des Aufsichtsrats insgesamt sowie des Personal- und Finanzausschusses wurden im Wege einer situativen Selbstprüfung im Septem­ ber 2020 durchgeführt. Hierüber wird - wie im DCGK empfohlen - in der Erklärung zur Unternehmensfüh- rung berichtet. Eine neuerliche Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats insgesamt sowie des Personal- und Finanzausschusses erfolgt nach dem Ermessen des Aufsichtsrats, mindestens jedoch alle drei Jahre. Als Finanzexperte im Sinne des § 100 Abs. 5 AktG fungierte bis zum 21. November 2019 Herr Dr. Wilhelm Seiler. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats im Anschluss an die Hauptversammlung 2019 wur- BERICHT DES AUFSICHTSRATS Gesellschaft­ gefährden, frühzeitig zu erkennen. Der Abschlussprüfer hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß §§ 312, 313 AktG gleichfalls geprüft und für in Ordnung befunden. Er hat folgenden Bestätigungs- vermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war, bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten ­Lagebericht einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 289b, 315b HGB und den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in seiner Bilanzsitzung am 22. September 2020 eingehend erörtert und geprüft. Die als Abschlussprüfer und Konzernabschluss- prüfer beauftragte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat ihre diesbezüglichen Prüfungsberichte zusammen mit den Abschlussunterlagen sämtlichen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Berichte wurden danach unverzüglich auch an den Vorstand mit der Gelegenheit zur Stellungnahme weitergegeben. Darüber hinaus berichtete der Abschlussprüfer dem Vorsitzenden und dem Finanzexperten des Aufsichts- rats bereits während den laufenden Prüfungen über deren Schwerpunkte sowie über besonders wichtige Prüfungssachverhalte. 10 Finanzausschusses sowie in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats anwesend und haben über den Ablauf und das Ergebnis der Prüfungen eingehend und ausführlich berichtet sowie alle Fragen der Ausschuss- bzw. Aufsichtsratsmitglieder umfassend beantwortet. Der Aufsichtsrat schließt sich den Prüfungsergebnissen des Abschlussprüfers bzw. Konzernabschlussprü- fers nach eigener Prüfung an und erhebt auch nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keinerlei Einwendungen gegen den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammenge- fassten Lagebericht (einschließlich der zusammengefassten nichtfinanziellen Erklärung gemäß §§ 289b, 315b HGB) und gegen den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands). Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 30. Juni 2020 gebilligt, der somit festgestellt ist. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss zum 30. Juni 2020 gebilligt. Der Jahresüberschuss der Schloss Wachenheim AG beträgt für das Geschäftsjahr 2019/20 EUR 6.932.105,90. Unter Einbeziehung des Gewinnvortrags von EUR 18.654.425,59 wird ein Bilanzgewinn von EUR 25.586.531,49 ausgewiesen. Der Vorstand hat vorgeschlagen, eine Dividende von EUR 0,40 je Aktie = EUR 3.168.000,00 an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn von EUR 22.418.531,49 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Beschlussvorschlag des Vorstands an die Hauptversammlung zur Verwendung des Bilanzgewinns war Gegenstand der Beratung des Aufsichtsrats in der Bilanzsitzung am 22. September 2020. Der Aufsichtsrat hat den Gewinnverwendungsvorschlag unter Berücksichtigung seiner Verantwortung für den Bestand des Unternehmens und dessen nachhaltige Wertschöpfung sowie der berechtigten Interessen der Aktionäre geprüft. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat ange- schlossen. Dank Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die erbrachten Leistungen, womit sie auch in der Corona-Krise die geschäftliche Entwicklung und den weiteren Ausbau der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Schloss Wachenheim AG sowie ihrer inländischen und aus- ländischen Tochterunternehmen möglich gemacht haben. Ausdrücklich dankt der Aufsichtsrat auch den Aktionärinnen und Aktionären, die durch die Begleitung des Unternehmens ihr Vertrauen in dessen Zukunft bekundet haben. Trier, 22. September 2020 VORBEMERKUNG 11 Der Konzernlagebericht der Schloss Wachenheim-Gruppe, bestehend aus der Schloss Wachenheim AG - als Muttergesellschaft des Schloss Wachenheim-Konzerns - und ihren konsolidierten Tochtergesellschaf- ten, wurde mit dem Lagebericht der Schloss Wachenheim AG für das Geschäftsjahr 2019/20 zusammenge- fasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). GRUNDLAGEN DER SCHLOSS WACHENHEIM AG UND DES KONZERNS Geschäftsmodell Seit über 130 Jahren steht "Schloss Wachenheim" für Sektherstellung hoher Qualität. 1888 als "Deutsche Schaumweinfabrik in Wachenheim" gegründet und 1996 mit der Sektkellerei Faber, Trier, verschmolzen, entwickelte sich die Schloss Wachenheim AG in den letzten 20 Jahren mit Konzerngesellschaften in Frank- reich, Polen, Rumänien, Tschechien und der Slowakei zu einem der bedeutendsten Schaumwein- und Perl- weinhersteller Europas und der Welt. Konzernstruktur zum 30. Juni 2020 100 % dem jährlich nur kleine Mengen Sekt für den Vertrieb in der Region Mecklenburg-Vorpommern pro- duziert werden, der aber jährlich von bis zu 20.000 Besuchern aus allen Teilen Deutschlands und dem Ausland frequentiert wird. Eine weitere Niederlassung besteht in Haar bei München. Die bedeutendsten Sektmarken des deutschen Teil­konzerns sind Faber, Schloss Wachenheim, Nymphenburg Sekt, Schweriner Burggarten, Feist, Schloss Böchingen­ ­und Schwansee. Weitere wichtige nationale Marken sind Light Live (alkoholfreie Sparklings und Weine), Bar Royal,­ Rebling, Kleine Reblaus, Blû Prosecco sowie Robby Bubble, das Kinderpartygetränk. Der Vertrieb im Inland erfolgt überwiegend über den Lebensmittel- handel. Daneben werden die Produkte des Unternehmens­ in rund 40 Länder exportiert; die Distribution erfolgt dort in der Regel über lokale Vertriebspartner bzw. Handelsvertreter. Zu den wichtigsten Exportländern gehören Großbritannien, China, Portugal, die Bene- lux-Länder sowie die Schweiz. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Geschäftstätigkeit im deutschen Teilkonzern ist der Weinfachhandel. Dabei zählt die Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG, Bönningstedt/Deutschland zu den führenden Weinanbietern in Deutschland, die ihre Produkte in ei- genen Weinfachläden in den Großräumen Hamburg und München, ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - GRUNDLAGEN DER SCHLOSS WACHENHEIM AG UND DES KONZERNS 13 in Partnerkontoren, im Onlinehandel sowie über Systempartnerschaften und "Shop in Shop"-Konzepten vertreibt und darüber hinaus auch die Gastronomie und den Fachhandel beliefert. Am 2. August 2019 wurde dieser Geschäftsbereich durch den Erwerb von 100 % der Anteile an der Vino Weinhandels GmbH (seinerzeit firmierend unter Pieroth Retail GmbH), Burg Layen/Deutschland, die bundesweit 19 Weinfachgeschäfte so- wie eine ­Online-Plattform betreibt, weiter ausgebaut. Darüber hinaus verfügt unser traditionsreiches Weingut Reichsgraf von Kesselstatt, Mitglied im Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. (VDP), über eine außergewöhnliche Bandbreite an ­Spitzenlagen an Mosel, Saar und Ruwer und produziert Weine, die auf Augenhöhe mit den Besten ihrer Provenienz stehen. Der französische Teilkonzern mit der Compagnie Française des Grands Vins (CFGV) ist mit drei Kellereien der bedeutendste Anbieter von Schaumwein in Frankreich: Die Kellerei in Tournan-en-Brie nahe Paris ist auf die Schaumweinproduktion nach der Charmat-­ Methode spezialisiert und verfügt über eine Produktionskapazität von bis zu 60 Mio. Flaschen pro Jahr. Am Standort Wissembourg im Elsass wird neben Schaumweinen auch eine Vielzahl anderer weinhal­ tiger Getränke in verschiedenen Flaschengrößen produziert. ­ In der Kellerei "Maison Veuve Amiot" in Saumur an der Loire, einer Tochtergesellschaft der CFGV, werden jährlich rund 4 Mio. Flaschen an Spitzenprodukten im traditionellen Flaschengärverfahren produziert. Die Historie dieses Hauses reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Im Teilkonzern Frankreich werden als wichtigste Marken Charles Volner, Muscador, Opéra, Veuve Amiot, Cavalier, Grand Impérial sowie Pol Clément vertrieben. Die Distribution erfolgt auch hier überwiegend über den Lebensmittelhandel. Daneben werden Vins Mousseux zurzeit in rund 60 Länder der Erde exportiert; die bedeutendsten Exportmärkte sind Russland, die USA, Japan sowie zahlreiche Länder Afrikas. Die AMBRA S.A., Muttergesellschaft unseres Teilkonzerns Ostmitteleuropa, hat ihren Sitz in Warschau/Polen und ist an der Börse in Warschau notiert. Sie gehört zu den füh- renden Anbietern der Wein- und Schaumweinbranche in Ostmitteleuropa. Dabei hat die Vermarktung von Wei- nen aus der ganzen Welt mit einem Umsatzanteil von rund 48 % das im Vergleich zu den anderen Teilkonzer- nen größte Gewicht. Die AMBRA S.A. ist außerdem ein wichtiger Anbieter von Wermut und Brandy in Polen. Im Bereich Kinderpartygetränke ist die AMBRA S.A. mit ihrer traditionsreichen­ Marke Piccolo in Polen eben- so Marktführer wie die Schloss Wachenheim AG mit­ Robby Bubble in Deutschland. Mit Cydr Lubelski, ei- nem 2013 auf dem polnischen Markt eingeführten Apfelweingetränk, ist die AMBRA S.A. auch in die- sem Segment die Nummer eins. In Rumänien gehört die Zarea S.A., eine Tochtergesellschaft der AMBRA S.A., zu den führenden Anbietern von Schaumwein. Darüber hinaus produzieren und vertreiben wir dort auch Spirituosen, darunter die sehr bekannte Marke Milcov. Der Teilkonzern Ostmitteleuropa umfasst Produktions- und Vertriebsstandorte in Polen, Rumänien, Tsche- chien und der Slowakei. Neben dem nationalen wie internationalen Lebensmittelhandel beliefern wir dort auch die Gastronomie und Hotellerie­ ebenso wie den Fachhandel. Daneben betreiben wir auch in Polen und Tschechien insgesamt 34 eigene Weinfachgeschäfte. Die bedeutendsten Marken des ostmitteleuropäischen Teilkonzerns sind Cin&Cin, Dorato, Fresco, El Sol, Cydr Lubelski, Pliska, Slantschew Brjag, Michelangelo, Zarea, Milcov, Nas Sad, Robby Bubble sowie Piccolo in Polen. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2019/20 wurde das Markenportfolio mit dem Erwerb der Marke Sange de Taur in Rumänien, die dort mit einem Volumen von rund 2 Mio. verkaufter Flaschen pro Jahr zu den meistverkauften Markenweinen zählt, weiter ausgebaut. Darüber hinaus ist die AMBRA S.A. Exklusiv- distributor bedeutender internationaler Wein- und Spirituosenmarken wie Sutter Home, Villa Antinori oder Baczewski in Polen. Steuerungssystem Bei der Steuerung der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns stehen die Umsatz- und Ertragsent- wicklungen im Vordergrund. Wichtige Steuerungsgrößen sind Absatzmenge, Umsatzerlöse, das operative Ergebnis (EBIT) sowie der Jahres- bzw. Konzernjahresüberschuss. Eine monatliche interne Berichterstattung dokumentiert die Entwicklungen der relevanten Steuerungs­ größen im Vergleich zur Planung sowie zum entsprechenden Vorjahreswert. Hierdurch sowie durch regel- mäßige Forecasts werden Abweichungen zur Planung frühzeitig transparent. Bei Bedarf können weiterge- hende Analysen erstellt und gegebenenfalls entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Darüber hinaus werden die für die Geschäftsentwicklung relevanten Frühindikatoren ständig beobachtet und analysiert, wie beispielsweise die Entwicklung von Konjunktur und wirtschaftlichen Rahmenbedingun- gen in den für uns wichtigen Absatzmärkten, aber auch die Entwicklung von Wein- und anderen wichtigen Rohstoffpreisen. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT niger im Fokus. Das Ausmaß der rezessiven Entwicklung für das gesamte Jahr 2020 ist aktuell schwer abschätzbar und wird maßgeblich von der weiteren Entwicklung der COVID-19-Fallzahlen und damit auch von der Notwendigkeit etwaiger neuer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie abhängen. Daher geht der IWF derzeit davon aus, dass die Weltwirtschaft in 2020 um 4,9 % schrumpfen wird. Für 2021 erwartet dieser dann wieder ein Wachstum von 5,4 %, weist jedoch auf die mit dieser Einschätzung verbundenen hohen Unsicherheiten sowie auf die Tatsache hin, dass die Entwicklung im Fall einer zweiten Infektionswelle­ deutlich schwächer ausfallen wird. Die Prognosen für den Euroraum liegen für 2020 bei einem Minus von 10,2 % und für 2021 wieder bei einem Wachstum von 6,0 %. Für die wichtigen Heimatmärkte unserer Konzernunternehmen ge- hen die Prognosen für das Bruttoin­landsprodukt­ in 2020 durchweg von rezessiven Entwicklungen aus. In Deutschland wird ein Rückgang von rund 6 % erwartet, in Frankreich von rund 9 %, in Polen von rund 5 % und in Rumänien von rund 6 %. Für 2021 werden aktuell für diese Länder zwar wieder positive Wachstumsraten prognostiziert; auch diese Erwar- tungen sind jedoch mit entsprechenden Unsicherheiten verbunden. Das wirtschaftliche Umfeld der Schloss Wachenheim AG und des Konzerns Für die Geschäftsentwicklung der Schloss Wachenheim AG sowie des Schloss Wachenheim-Konzerns sind die allgemeine konjunkturelle Lage und die Entwicklung des privaten Konsums in den jeweiligen Heimat­ ländern der Konzernunternehmen sowie in den für uns wichtigen Exportmärkten von großer Bedeutung. Die im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie erlassenen Maßnahmen belasten auch die Verbraucher- stimmung auf den Heimatmärkten der Unternehmen der Schloss Wachenheim-Gruppe sowie auf wichti- gen Exportmärkten. Nachdem der Binnenkonsum in den letzten Jahren eine wesentliche Stütze des Wirt- schaftswachstums in zahlreichen Ländern war, sind die relevanten Indikatoren für Einkommenserwartung und Konsumneigung seit März 2020 deutlich eingebrochen. Der "Lockdown" veränderte zudem - zumindest temporär - Einkaufs- und Konsumgewohnheiten. Zwar hat sich die Situation nach schrittweiser Lockerung wieder stabilisiert; es verbleiben jedoch erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich einer möglichen zweiten Welle und damit verbundener neuerlicher Einschränkungen. 16 Zusammenhang umzusetzenden Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Aus- breitung des Virus spürbar ausgewirkt. So wurde ab März 2020 an allen Standorten die Anzahl der vor Ort prä- senten Mitarbeiter so weit wie möglich reduziert. In den Verwaltungsbereichen konnte dies durch Verlagerung von Tätigkeiten in "Homeoffices" umgesetzt werden. In Bereichen, wo dies nicht möglich ist (insbesondere in den Bereichen Keller, Produktion, Lager und in den eigenen Weinfachgeschäften), wurden diverse Maßnah- men umgesetzt, um die Kontakte der Mitarbeiter untereinander und mit Dritten auf ein Minimum zu reduzieren bzw. durch geeignete Schutzmaßnahmen angemessene Risikovorsorge zu treffen. So wurden beispielsweise die Anzahl der Schichten an mehreren Standorten reduziert, Produktionsstandorte kurzzeitig komplett ge- schlossen und der Mitarbeiteraustausch zwischen den einzelnen Teams weitestgehend vermieden. Dies führte an sämtlichen Standorten zu Einschränkungen und zusätzlichen Aufwendungen, war jedoch alternativlos. Engpässe gab es temporär auch bei der Verfügbarkeit von Rohmaterial und Transportkapazitäten insbeson- dere aus Ländern, die in besonderem Maße von der Corona-Pandemie betroffen waren, wie beispielswei- se Italien oder Spanien. Zur Sicherung unserer Produktions- und Lieferfähigkeit haben wir daher frühzeitig unsere Bezüge von Wein, Rohmaterial und Handelswaren erhöht und entsprechende Sicherheitsbestände aufgebaut. Daneben ist die Geschäftsentwicklung des Schloss Wachenheim-Konzerns auch von den Preisentwicklungen in den für uns relevanten Beschaffungsmärkten geprägt. Hier sind insbesondere die Weinpreise zu nennen, die sich aufgrund unserer Produktionsabläufe, insbesondere in Deutschland, erst zeitverzögert auf unser Geschäft auswirken. So war das Geschäftsjahr 2019/20 in den ersten Monaten noch durch die - bedingt durch geringe Erntemengen in den für uns relevanten Anbaugebieten - hohen Weinpreise für die Ernte 2017 be- lastet. Die Weinpreise für die Ernte 2018 waren dann wieder spürbar rückläufig, wohingegen sich die Ernte 2019 wieder leicht verteuerte. Hier ist jedoch ebenfalls der erwähnte Zeitversatz der Auswirkung auf unsere Geschäftstätigkeitzu berücksichtigen. Aber auch bei anderen der für uns relevanten Rohstoffe waren erneut mit Preissteigerungen konfrontiert. schäftsverlauf Deutschland Geschäftsjahr 2019/20 lag die Zahl der verkauften Flaschen - umgerechnet in durchschnittliche -Flaschen - mit insgesamt 80,1 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres (79,1 Mio. Flaschen). ser Anstieg resultiert aus der erstmaligen Einbeziehung der im August 2019 erworbenen Vino inhandels GmbH. Organisch, d.h. bereinigt um diesen Erstkonsolidierungseffekt, waren die Ab- tzmengen in 2019/20 leicht rückläufig, was sowohl den Inlandsmarkt als auch das Exportgeschäft etrifft. Gemessen am Absatz repräsentieren unsere Sekte, Schaumweine und Perlweine nahezu 60 % unserer Produktpalette im deutschen Teilkonzern und sind damit nach wie vor ein wichtiger Er- folgsfaktor des Unternehmens. Rund zwei Drittel unseres Absatzvolumens in diesem Segment entfällt dabei auf den - mengenmäßig im Geschäftsjahr 2019/20 weitgehend stabilen - Sekt- markt in Deutschland, wobei sich unsere Absätze aufgrund von Steigerungen im Bereich der Handelseigenmarken trotz gegenläufiger Effekte bei den Markenprodukten insgesamt leicht erhöht haben. Unsere wichtigste Marke ist nach wie vor Faber, klassisch als Sekt und seit mehreren Jahren auch als Frizzante, der neben den bisherigen Faber-Freunden vor allem auch jüngere Verbraucher anspricht. Diese Marke haben wir auch im Geschäftsjahr 2019/20 mit POS-Aktionen sowie mit Online-Aktivitäten unterstützt. In der Produktkategorie "entalkoholisierte Getränke" liegen unsere Absätze um 11,0 % über dem Niveau des Vorjahres. Das wichtigste Produkt ist unsere Marke Light Live, pri- ckelnd als Alternative zu Sekt und still als alkoholfreier Wein, und auch im Geschäftsjahr ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT 2019/20 Marktführer im Bereich alkoholfreier Sparklings in Deutschland. Neben den klassischen Varianten in weiß, rosé und rot haben sich auch trendige ­Geschmacksrichtungen wie Light Live hûgo und Light Live sprizz sowie fruchtige Varianten - Mango, Granatapfel, Himbeere und Schwarze Johannisbeere­ - erfolgreich im Markt etabliert. Abgerundet wird das Light Live-­Portfolio durch die in 2019 eingeführten hochwertigen Premium-Varian- ten Light Live Chardonnay Dry und Light Live Merlot Rosé Dry mit charakte- ristischer Rebsorten-Typizität. Auf Light Live lag auch im Geschäftsjahr 2019/20 ein Schwerpunkt unserer werblichen Aktivitäten. Das seit 2017 etablierte Marketingkonzept "Light Live Ladies" im TV- und Online-Bereich wurde auch in 2019/20 fortgeführt und konsequent weiterentwickelt. Dieses umfasst neben diversen Aktivitäten auf Online-Plattformen und in Sozialen Netzwerken auch aufmerksamkeitsstarke Markeninszenierungen als Sponsor zielgruppenaffiner TV-Sendeformate (wie beispielsweise "GirlsNight" auf SIXX oder "Prominent" auf VOX) sowie Cut-Ins/ Produkteinblendungen­. Flankiert wurden diese Maßnahmen durch POS-Aktio- nen sowie eine umfangreiche PR- und Pressearbeit. Die Volumina im Bereich "weinhaltige Getränke" liegen dagegen um mehr als 40 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist auf die Entwicklung im Inland und dort überwiegend auf den Bereich der Handelseigenmarken infolge des Auslau fens entsprechender Verträge zurückzuführen. Gegenläufig konnte jedoch insbe- sondere unsere Marke Bar Royal im Export erneut Zuwächse verzeichnen. Das "Kinderpartygetränk" Robby Bubble hat nach wie vor eine dominierende Stellung in seinem Produkt­ umfeld. Die Absatzmengen sind in 2019/20 gegenüber dem Vorjahr um 5,4 % zurückgegangen, was eben- falls überwiegend den Inlandsmarkt betrifft. Auch die Marke Robby Bubble haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr mit umfangeichen Werbemaßnahmen unterstützt. Hier ist insbesondere die Kampagne "Robby Bubble on Tour" zu nennen, bei der wir im Rahmen der "Toggo Tour" des Fernsehsenders SUPER RTL im Sommer 2019 auf verschiedenen Events in ganz Deutschland mit einer Aktionsinsel und einem "Walking Act" präsent waren. Infolge der Corona-Pandemie musste dieses Event in 2020 jedoch ab- gesagt und damit auch die Fortsetzung dieser Kampagne unterbrochen werden. Aufmerksamkeitsstarke POS-Aktionen sowie Gewinnspiele - unter anderem "Robby Bubble kommt auf Deine Geburtstagsparty" in der Zeit vor der Corona-Krise - haben zu einer Stärkung der Markenwahrnehmung beigetragen. Im Stillweinbereich liegen unsere Absatzmengen dagegen um mehr als 40 % über dem Niveau des Vorjah- res. Der Anstieg entfällt überwiegend auf die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH in den Konzernabschluss. Aber auch organisch sind die Absätze aufgrund einer starken Absatzentwicklung bei der Rindchen's Weinkontor GmbH & Co. KG leicht angestiegen, insbesondere aufgrund eines spürbaren Wachs- tums im Bereich eCommerce im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres. Dagegen hat unser Traditions-Wein- gut Reichsgraf von Kesselstatt nach einem starken ersten Halbjahr spürbare Absatzrückgänge infolge der Corona-Krise hinnehmen müssen, bedingt durch die temporäre Schließung von Hotels und Gastronomie als wichtigste Kundengruppen im In- und Ausland. Die Umsatzerlöse im deutschen Teilkonzern liegen mit insgesamt EUR 122,8 Mio. um 8,1 % über dem Niveau­ des Vorjahres (EUR 113,6 Mio.). Dieser im Vergleich zur Absatzentwicklung überproportionale Anstieg ist auf die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH zurückzuführen, deren Sortiment insgesamt deut- lich höherpreisig ist als der Durchschnitt des bisherigen Produktportfolios in Deutschland. Seit dem Zeit- punkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss hat die Vino Weinhandels GmbH Umsatzerlöse von rund EUR 13,0 Mio. erwirtschaftet. Entsprechend der Absatzentwicklung sind die Umsatzerlöse auch bei 18 cherungserstattungen­ (um rund EUR 0,2 Mio.) ausgewirkt. Der Anstieg der Abschreibungen steht im Zusammen­ hang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse", dem entsprechend geringere Miet- und Leasingaufwendungen - ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen - gegenüberstehen. Geschäftsverlauf Frankreich Der französische Teilkonzern konnte seine Position als bedeutendster Anbieter Frankreichs im Schaum- weinbereich (Vins Mousseux sowie Vins Mousseux de Qualité) im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten. Dennoch liegt die Anzahl verkaufter Flaschen mit 57,4 Mio. um 13,5 % unter dem Niveau des Vorjahres (66,4 Mio. Flaschen). Ursächlich für diesen Rückgang, der nahezu ausschließlich den französischen Inlandsmarkt betrifft, war im ersten Halbjahr 2019/20 hauptsächlich das Auslaufen von Handelseigenmarkenverträgen zum Kalenderjahres- ende 2018. Im zweiten Halbjahr des Berichtsjahres hat sich die Corona-Pandemie erheblich auf den dortigen "Sparkling"-Markt ausgewirkt: Während des "Lockdowns" zwischen Mitte März und Mitte Mai 2020 ist der Ge- samtmarkt zeitweise um bis zu 50 % eingebrochen, da die gängigen Verwendungsanlässe für diese Produkt­ kategorien - Feierlichkeiten und Veranstaltungen - infolge der in Frankreich sehr weitreichend erlassenen Aus- gangs- und Kontaktbeschränkungen zeitweise vollumfänglich weggefallen sind. Zwar entfiel der überwiegende Teil dieses Marktrückgangs auf Champagner; dennoch konnten auch wir uns diesem Trend nicht entziehen. Im Export-Geschäft liegen die Absatzmengen im gesamten Geschäftsjahr 2019/20 dagegen nahezu auf dem Vorjahresniveau, wobei ein spürbares Absatzplus im ersten Halbjahr des Berichtsjahres durch ­Rückgänge im zweiten Halbjahr infolge der weltweiten Corona-Pandemie wieder kompensiert wurden. Der Export- Anteil des Teilkonzerns liegt bei rund 30 %. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen sind die Absätze von Charles Volner, nach wie vor gefochtener Marktführer im entsprechenden Marktsegment in Frankreich, nach mehreren mit starken Wachstumsraten, in 2019/20 um rund 8,7 % zurückgegangen. Nichtsdestotrotz wir auch im Berichtsjahr diese Marke mit umfassenden Werbemaßnahmen unterstützt, wob sonders die nationale Kampagne im Dezember 2019 mit landesweit rund 18.000 Großplaka prominenten Platzierungen zu nennen ist. Bei der Marke Opéra, nach wie vor Nummer 3 im Segment der "Blanc de Blancs" in Frankreich, im Geschäftsjahr 2019/20 ein Absatzminus von 10,6 % zu verzeichnen. Diese Entwicklung entf sowohl auf den französischen Markt als auch auf den Export. Die Marke Muscador, von der rund 15 % der Absatzmenge exportiert werden, ist weiterhin einer der mengenmäßig führenden Vins Mousseux in Frankreich, wenngleich die Volumina um 3,9 % unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Während im Export leichte Steigerungen gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden konnten, sind die Absätze auf dem Inlandsmarkt in Frankreich zurückgegangen, auch infolge rückläufiger Aktionstätigkeiten des Handels auf- grund neuer gesetzlicher Regelungen. Bedingt durch die insgesamt rückläufigen Absatzmengen liegen auch die Umsatzerlöse mit EUR 85,9 Mio. um 15,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 101,4 Mio.). Dieser gegenüber der Absatzentwicklung überproportionale Rückgang ist auf die beschriebenen Veränderun- gen im Produktmix zurückzuführen. Die Rohmarge liegt mit EUR 35,7 Mio. um 14,8 % unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2018/19 (EUR 41,9 Mio.). Das operative Ergebnis (EBIT) des französischen Teilkonzerns liegt bei EUR 3,4 Mio. nach EUR 6,7 Mio. in 2018/19. Gegenläufig zur Entwicklung der Rohmarge sind insbesondere die Personalaufwendungen auf- grund einer leicht rückläufigen Mitarbeiterzahl, aber auch durch Veränderungen in der Personalstruktur, um EUR 1,5 Mio. zurückgegangen. Des Weiteren haben hauptsächlich geringere Werbe- und Marketingauf- wendungen (um EUR 0,2 Mio. ), rückläufige Instandhaltungsaufwendungen (um EUR 0,1 Mio.) sowie geringe- re Aufwendungen im Zusammenhang mit Geschäftsreisen (um EUR 0,2 Mio. ), die aufgrund der Corona-Pan- demie zeitweise ausgesetzt werden mussten, das operative Ergebnis entlastet. Der gegenläufige Anstieg der Abschreibungen um EUR 0,3 Mio. steht im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse", dem auch entsprechend geringere Miet- und Leasingaufwendungen - ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen - gegenüberstehen. Bereinigt um diesen Effekt aus der Er- stanwendung dieses neuen Rechnungslegungsstandards wären die Abschreibungen infolge des Auslaufens der planmäßigen Abschreibungszeiträume älterer Vermögenswerte um rund EUR 0,3 Mio. zurückgegangen. Geschäftsverlauf Ostmitteleuropa Im Teilkonzern Ostmitteleuropa konnte der Absatz im Geschäftsjahr 2019/20 um 2,0 % auf 82,5 Mio. Flaschen gesteigert werden. Auf dem polnischen Heimatmarkt liegen die Absatzmengen nahezu auf dem Vorjahresniveau. Dabei lag die Geschäftsentwicklung in den ersten acht Monaten des Berichtsjahres (Juli 2019 bis Februar 2020) mit einem Mengenwachstum von 5,7 % deutlicher im Plus, getragen überwiegend von höheren Absätzen bei Stillwein und Kinderpartygetränken. Aber auch Spirituosen, Sparklings, weinhaltige Cocktails und - seit mehreren Jahren erstmals auch wieder - Wermut lagen gegenüber dem Vorjahr im Plus. Spürbare Mengenrückgänge (um rund 20 %) verzeichnete dagegen erneut die Kategorie Cider, entsprechend der ebenfalls rückläufigen Entwicklung des Gesamtmarktes. Ab März 2020 wurde diese Aufwärtsbewegung jedoch durch die Corona-Krise spürbar gebremst. Belastend wirkten insbesondere der temporäre Wegfall der Bereiche Hotellerie und Gastronomie als wichtige Kunden- gruppen sowie die zeitweise Schließung zahlreicher unserer eigenen Weinfachgeschäfte. 20 von IFRS 16 "Leasingverhältnisse", dem entsprechend geringere Miet- und Leasingaufwendungen­ - ausgewiesen in den sonstigen betrieblichen Aufwen- dungen - gegenüberstehen. Geschäftsverlauf Übrige Aktivitäten Im Segment Übrige Aktivitäten werden die zurzeit nicht operativ genutzten Liegenschaften regionenübergreifend zusammengefasst. Diese werden in der Bilanz unter der Position "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" ausgewiesen und umfassen zum 30. Juni 2020 noch ein bebautes Grund- stück in Bukarest/Rumänien. Das operative Ergebnis dieses Segments ist wie im Vorjahr nahezu ausgeglichen. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT 21 Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden im Schloss Wachenheim-Konzern Umsatzerlöse von EUR 338,2 Mio. ­erzielt. Diese liegen leicht über dem Niveau des Vorjahres (EUR 337,2 Mio.). In Deutschland ist der Umsatzanstieg um EUR 9,2 Mio. bzw. 8,1 % auf die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen/Deutschland, zurückzuführen. Organisch, d.h. bereinigt um diesen Erst- konsolidierungseffekt, hat sich ein leichter Rückgang der Umsatzerlöse ergeben, überwiegend aufgrund der Geschäftsentwicklung bei der Schloss Wachenheim AG. In Frankreich hat sich neben dem Auslaufen von Handelseigenmarkenverträgen zum Jahresende 2018, die noch zeitanteilig in den Umsatzerlösen des Vorjahres enthalten waren, auch ein spürbarer temporärer Rückgang während der Zeit des "Lockdown" (Mitte März bis Mitte Mai 2020) auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt. Dort sind die Umsatzerlöse um EUR 15,5 Mio. bzw. 15,3 % zurückgegangen. Herausragend ist dagegen die Entwicklung in Ostmitteleuropa mit einem Umsatzplus von EUR 7,5 Mio. bzw. 5,9 %, und das, obwohl auch dort temporäre Schließungen der eigenen Weinfachgeschäfte sowie der temporäre Ausfall von Hotellerie und Gastronomie als wichtige Kundengruppen die Geschäftsentwicklung in den Monaten März bis Mai belastet haben. Umsatz nach Segmenten (vor Konsolidierung) 2018/19 EUR 85,9 Mio. Differenziert nach Produktgruppen liegt der Umsatz - ohne Eliminierung der Lieferungen zwischen den operativen Teilkonzernen - bei Sekt, Schaumwein und Perlwein um EUR 15,5 Mio. bzw. 9,1 % unter dem Niveau des Vorjahres. Dieser Rückgang betrifft nahezu ausschließlich den französischen Teilkonzern. Dage- gen sind die Umsatzerlöse bei Stillwein um EUR 20,6 Mio. bzw. 26,2 % gestiegen. Ursächlich hierfür waren hauptsächlich die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen/Deutschland, in den Konzernabschluss, der Erwerb der (Wein-)Marke Sange de Taur in Rumänien sowie eine starke organische Geschäftsentwicklung in Polen. Der Umsatz der übrigen Produktgruppen hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 3,8 Mio. bzw. 4,1 % reduziert, was überwiegend auf das Auslaufen von Handelseigenmarkenver- trägen im Bereich der Weincocktails bei der Schloss Wachenheim AG in Deutschland zurückzuführen ist. 22 EUR 99,0 Mio. Die Anzahl verkaufter Flaschen - umgerechnet in durchschnittliche 1/1-Flaschen - liegt mit 214,0 Mio. konzernweit leicht unter dem Niveau des Vorjahres (220,7 Mio.). Rückläufige Absatzmengen in Frankreich konnten durch Steigerungen in Deutschland und Ostmitteleuropa nicht vollständig kompensiert werden. Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres sind wir für den Gesamtkonzern, aber auch für die Teil- konzerne Deutschland und Ostmitteleuropa, von einem Absatzplus im Geschäftsjahr 2019/20 ausgegan- gen. Dagegen haben wir in Frankreich eine rückläufige Entwicklung infolge der ausgelaufenen Handels­ eigenmarkenverträge bereits erwartet. Insbesondere in Deutschland lagen die Absätze in den ersten sechs ­Monaten 2019/20 leicht unter dem Vorjahr und damit auch unter unseren Erwartungen, was hauptsächlich auf ein leicht rückläufiges Jahresendgeschäft 2019 im Inland zurückzuführen war. Dies konnte auch durch die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH in den Konzernabschluss nicht vollumfänglich kompensiert werden. Insofern haben wir die konzernweite Absatzprognose im Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2019/20 von "leicht steigend" auf "stabil" reduziert. In den Folgemonaten wurde unsere Geschäfts- entwicklung dann durch die in vielen der für uns relevanten Länder (Heimat- und Exportmärkte) erlassenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gebremst, insbesondere in den von Geschäftsschlie- ßungen und Ausgangs- bzw. Kontaktbeschränkungen betroffenen Zeiträumen. Hiermit verbunden war eine spürbare generelle Abschwächung der Verbraucherstimmung in den für uns relevanten Märkten. Vor die- sem Hintergrund haben wir unsere Prognose für die Absatzentwicklung Anfang Mai 2020 erneut korrigiert und sind zu dieser Zeit von "leicht unter dem Vorjahresniveau liegenden Absatzvolumina" ausgegangen. Dies haben wir - mit einem Absatzminus von 3,0 % gegenüber dem Vorjahr - auch erreicht. Diese Entwicklungen blieben auch nicht ohne Auswirkungen auf unsere Umsatzprognose für 2019/20, die wir im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres mit "konzernweit leicht steigend" angegeben haben. Auch dies haben wir Anfang Mai 2020 korrigiert, und sind zu diesem Zeitpunkt für das gesamte Geschäfts- jahr 2019/20 von gegenüber dem Vorjahr "stabilen" Umsatzerlösen für den Gesamtkonzern ausgegangen, was mit einem leichten Plus von 0,3 % ebenfalls erreicht wurde. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT 23 wand) liegt mit EUR 145,8 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Daneben haben sich die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und der übrigen betrieblichen Aufwendungen wie folgt auf das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) ausgewirkt: Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) EUR 23,0 Mio. 2019/20 Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge um rund EUR 1,1 Mio. resultiert zum überwiegenden Teil aus höheren Versicherungserstattungen im Zusammenhang mit Schadensfällen (um EUR 0,2 Mio.) sowie erhaltenen Lohnkostenzuschüssen in Polen aufgrund der dortigen Corona-Gesetzgebung (EUR 0,6 Mio). Der Anstieg des Personalaufwands in Höhe von rund EUR 2,9 Mio. entfällt zum größten Teil auf den deut- schen Teilkonzern. Hier hat sich hauptsächlich die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH in den Konzernabschluss ausgewirkt. Aber auch die Implementierung unseres eigenen Vertriebsaußendiens- tes zum 1. Juli 2019 und die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister hat den Personalaufwand in Deutschland belastet, dem jedoch Rückgänge bei den sonstigen betrieblichen Aufwen- dungen gegenüberstehen. Auch in Ostmitteleuropa ist der Personalaufwand leicht angestiegen. Gegenläufig war die Entwicklung in Frankreich, wo die Mitarbeiterzahl am Standort Tournan-en-Brie infolge der ausge- laufenen Eigenmarkenverträge leicht rückläufig war. Der Anstieg der Abschreibungen um rund EUR 4,9 Mio. steht im Zusammenhang mit der erstmaligen An- wendung des IFRS 16 "Leasingverhältnisse". Dieser in 2019/20 erstmals anzuwendende Rechnungslegungs- standard sieht für Leasingnehmer ein Bilanzierungsmodell vor, in dem grundsätzlich sämtliche Leasingver- einbarungen unabhängig vom ihrem Charakter als Operating- oder Finanzierungsleasing als Nutzungsrecht in der Bilanz zu erfassen und über die Leasingzeit planmäßig abzuschreiben sind. Als Gegenposten wird eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit passiviert, die über die Leasingzeit nach finanzmathema- tischen Grundsätzen fortgeschrieben wird. Zu Einzelheiten sei auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rech- nungslegungsgrundsätze" - "Erstmals angewendete neue bzw. geänderte Rechnungslegungsstandards" verwiesen. In der Gewinn- und Verlustrechnung führt die planmäßige Abschreibung dieser Nutzungsrechte zu einem Anstieg der Abschreibungen, mit korrespondierenden Rückgängen der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. 24 gegangen. Dies ist zum überwiegenden Teil durch die bereits erwähnten Verschiebungen zum Personalauf- wand (Implementierung eigener Vertriebsaußendienst in Deutschland zum 1. Juli 2019) sowie der Mietauf- wendungen (die in 2019/20 entsprechend IFRS 16 "Leasingverhältnisse" als Abschreibung entsprechender Nutzungsrechte dargestellt werden) zurückzuführen. Infolge der Corona-Krise waren darüber hinaus ins- besondere die Reisekosten gegenüber dem Vorjahr rückläufig (um rund EUR 0,4 Mio.). Gegenläufig haben sich die erstmals in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, und hier insbesondere die Vino Weinhandels GmbH im deutschen Teilkonzern, auf die Kostenstrukturen des Konzerns ausgewirkt. EUR 16,0 Mio. 2019/20 Das Finanzergebnis beläuft sich auf rund EUR -1,8 Mio. nach EUR -1,3 Mio. im Vorjahr. Hier haben sich überwiegend höhere Nettoaufwendungen aus Währungsdifferenzen sowie höhere Zinsaufwendungen aus Leasingverhältnissen ausgewirkt. Der Ertragsteueraufwand ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,5 Mio. bzw. 26,5 % zurückgegangen. Die- se gegenüber der Entwicklung des Vorsteuerergebnisses (dieses war gegenüber dem Vorjahr um 20,8 % rückläufig) überproportionale Verringerung ist in erster Linie auf Verschiebungen in den Ergebnisbeiträgen der einzelnen Konzerngesellschaften mit länderspezifisch unterschiedlichen Ertragsteuersätzen sowie auf Abweichungen bei der steuerlichen Gewinnermittlung zurückzuführen. Damit liegt der Konzernjahresüberschuss mit EUR 13,0 Mio. um EUR 3,0 Mio. bzw. 18,8 % unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 16,0 Mio.). Im zusammengefassten Lagebericht des Vorjahres sind wir sowohl für das operative Ergebnis (EBIT) als auch für den Konzernjahresüberschuss jeweils von einer stabilen Entwicklung ausgegangen. Infolge der Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2019/20, wo die Absatzmengen in Deutschland und Frankreich wie bereits ausgeführt hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben sind, wurde diese Prognose im Zwischen- bericht für das erste Halbjahr 2019/20 für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 auf Korridore von EUR 20,0 Mio bis EUR 22,0 Mio. (Vorjahr EUR 23,0 Mio.) für das EBIT sowie EUR 14,5 Mio. bis EUR 16,0 Mio. (Vor- jahr EUR 16,0 Mio.) für den Konzernjahresüberschuss angepasst. Aufgrund der negativen Folgen aus der ­Corona-Krise haben wir Anfang Mai 2020 - neben der Absatz- und Umsatzprognose - auch die Erwartungen betreffend EBIT und Konzernjahresüberschuss für das gesamte Geschäftsjahr 2019/20 auf EUR 17,5 Mio.­ bis EUR 20,0 Mio. für das EBIT und EUR 12,0 Mio. bis EUR 14,5 Mio. für den Konzernjahresüberschuss angepasst. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT 2019/20 Der Bilanzwert der immateriellen Vermögenswerte liegt mit EUR 93,5 Mio. um EUR 4,6 Mio. über dem ­Niveau des Vorjahres. Dieser Anstieg resultiert zum einen aus dem Erwerb der Marke Sange de Taur in Rumänien sowie der restlichen Markenrechte der Pliska-Markenfamilie im Teilkonzern Ostmitteleuropa (EUR 3,8 Mio.). Daneben steht diese Entwicklung im Zusammenhang mit dem Erwerb von jeweils 100 % der Anteile an der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen/Deutschland, sowie an der Vino-klub.cz s.r.o., der Gurmetum s.r.o. und der Euro Center Trade s.r.o. (alle Prag/Tschechien) im Teilkonzern Ostmitteleuropa, und die im Rahmen der Kaufpreisallokationen vorgenommenen Neubewertungen des Kundenstamms bei der Vino Weinhandels GmbH und der Vino-klub.cz s.r.o. sowie den jeweils resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerten (insgesamt EUR 1,8 Mio.). Zu Einzelheiten sei auf die Ausführungen im Konzernanhang, Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse" verwiesen. Weitere Zugänge (EUR 0,5 Mio.) betreffen haupt- sächlich den Erwerb von Software. Gegenläufig haben sich planmäßige Abschreibungen (EUR 1,0 Mio.) so- wie negative Währungseffekte von rund EUR 0,5 Mio. ausgewirkt. Die Sachanlagen im Konzern sind um EUR 17,0 Mio. angestiegen. Dies betrifft mit EUR 13,8 Mio. die erst- malige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" und die damit einhergehende Aktivierung von Nut- zungsrechten. Diese Nutzungsrechte haben sich im Geschäftsjahr 2019/20 um weitere EUR 6,4 Mio. erhöht, 26 abgeschlossenen Sale-and-lease-back-Geschäft und einer demzufolge vorgenommenen Neueinschätzung der Ausübung unserer Kaufoption. Erstmals in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen haben in Höhe von EUR 5,2 Mio. zum Anstieg der Sachanlagen beigetragen. Weitere Zugänge von EUR 8,4 Mio. stehen überwiegend im Zusammenhang mit Modernisierungen unserer Produktionsanlagen sowie mit An- schaffungen von anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung. Den Zugängen stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 13,4 Mio. gegenüber, die auch solche auf Nutzungsrechte umfassen, die gemäß IFRS 16 "Leasingverhältnisse" zu aktivieren waren. Weiterhin hat die Umgliederung einer Immobilie in Böchingen/Deutschland mit einem Buchwert von EUR 1,5 Mio. in die Position "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte", die aufgrund einer bereits zum Bilanzstichtag hinreichend wahrscheinlichen Veräußerung erforderlich war, zu einem Rückgang geführt. Die Veräußerung erfolgte dann im dritten Kalen- derquartal 2020. Daneben haben sich weitere Abgänge von EUR 0,8 Mio. sowie negative Währungseffekte von rund EUR 1,1 Mio. ausgewirkt. Die übrigen langfristigen Vermögenswerte waren gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht rückläufig. Dies resultiert einerseits aus Umgliederungen von abgegrenzten Buchverlusten aus dem Sale-and-lease-back- Geschäft der Immobilien in Trier und Wachenheim in das Sachanlagevermögen, die im Zusammenhang mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" vorzunehmen waren. Andererseits haben sich die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen um rund EUR 0,2 Mio reduziert, insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von im Equity-Wert enthaltenen Markenrechten. Auch der Bilanz- wert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien war infolge planmäßiger Abschreibungen leicht rück- läufig. Gegenläufig sind die aktiven latenten Steuern gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,7 Mio. angestiegen. Kurzfristige Vermögenswerte 2019/20 Die Vorräte sind konzernweit um EUR 10,8 Mio. auf EUR 115,2 Mio. angestiegen. Dies ist in Höhe von EUR 3,2 Mio. auf den deutschen Teilkonzern und hier nahezu ausschließlich auf die erstmalige Einbeziehung der Vino Weinhandels GmbH in den Konzernabschluss zurückzuführen. Auch in Ostmitteleuropa sind die Vor- ratsbestände angestiegen, bedingt durch einen höheren Bezug von Rohmaterial und Handelswaren zur Sicherung der Produktions- und Lieferfähigkeit vor dem Hintergrund der Corona-Krise. In Frankreich haben sich dagegen gegenüber dem Vorjahresstichtag keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Liefer- und Leistungsforderungen valutieren um rund EUR 2,0 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Dies ist auf stichtagsbedingt rückläufige Beträge in Frankreich (um EUR 1,5 Mio.) und Ostmitteleuropa (um EUR 1,4 Mio.) zurückzuführen, während die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Deutschland gegenläufig um EUR 0,9 Mio. angestiegen sind. ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT 2019/20 Zur Veränderung des Eigenkapitalanteils der Aktionäre der Schloss Wachenheim AG sowie der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Konzerneigenkapital verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungs- rechnung des Konzerns sowie die erläuternden Angaben im Anhang. Trotz einem gegenüber dem Vorjahresstichtag leicht höheren Eigenkapital ist die Eigenkapitalquote von 58,3 % zum 30. Juni 2019 auf 54,8 % zum 30. Juni 2020 zurückgegangen. Hier hat sich maßgeblich die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" ausgewirkt, aus der eine Erhöhung der Bilanz- summe um EUR 13,2 Mio. resultierte. Auch die Entwicklung der kurz- und langfristigen Finanzverbindlich- keiten, die gegenüber dem Vorjahresstichtag um insgesamt EUR 28,0 Mio. angestiegen sind, ist zum über- wiegenden Teil auf die Erfassung von Leasingverhältnissen zurückzuführen. Zu Einzelheiten sei auf den Konzernanhang, Abschnitt "Rechnungslegungsgrundsätze" - "Erstmals angewendete neue bzw. geänderte Rechnungslegungsstandards" verwiesen. Daneben haben auch die im Berichtsjahr getätigten Investitio- nen sowie eine höhere Working Capital-Finanzierung im Teilkonzern Ostmitteleuropa zu einem Anstieg der ­Finanzverbindlichkeiten geführt. Ohne die Berücksichtigung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnis- sen beläuft sich die Nettoverschuldung zum 30. Juni 2020 auf EUR 49,0 Mio. (30. Juni 2019: EUR 35,8 Mio.). Stichtagsbedingt sind die Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten um EUR 2,7 Mio. zurückgegangen. Auch die übrigen Verbindlichkeiten liegen um EUR 0,9 Mio. unter dem Niveau des Vorjahresstichtags. Dieser Rückgang betrifft zum überwiegenden Teil rückläufige kreditorische Debitoren sowie geringere Abgrenzun- gen von Kundenboni im deutschen Teilkonzern. 28 FINANZLAGE Aus der Geschäftstätigkeit des Schloss Wachenheim-Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2019/20 ein Rück- gang des Finanzmittelfonds (dieser entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln) von EUR 3,5 Mio. ergeben. Die Kapitalflussrechnung zeigt die Entwicklung der Zu- und Abflüsse liquider Mit- tel aus der laufenden Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit. Kapitalflussrechnung 30. Juni 2020 Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens) um EUR 0,4 Mio. auf EUR 26,2 Mio. erhöht. Aus Änderungen des Nettoum- laufvermögens resultierte im Geschäftsjahr 2019/20 ein Mittelabfluss von rund EUR 13,2 Mio. (im Vorjahr Mittelzufluss von rund EUR 1,2 Mio. ), was hauptsächlich auf Veränderungen des Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) zurückzuführen ist. Daneben hat sich die erstmalige Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhält- nisse" ausgewirkt, wonach die Tilgung sämtlicher nach diesem Standard zu bilanzierenden Leasingverbind- lichkeiten als Veränderung des Nettoumlaufvermögens auszuweisen ist. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie für den Erwerb von Konzernunternehmen liegen insgesamt bei rund EUR 13,2 Mio. nach EUR 18,1 Mio. im Vorjahr. Dies betrifft einerseits den Erwerb von jeweils 100 % der Anteile an der Vino Weinhandels GmbH, Burg Layen/ Deutschland, sowie an drei Weinhandelsgesellschaften in Tschechien. Andererseits führten Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen zu Mittelabflüssen von EUR 11,6 Mio. Im Vorjahr sind die Auszahlungen in Höhe von rund EUR 3,8 Mio. auf den Erwerb der restlichen 30 % der Anteile an Rindchen's Weinkontor mit Wirkung zum 1. Januar 2019 und mit weiteren EUR 14,3 Mio. auf Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte entfallen. Diesen Investitionsausgaben stehen Mittelzuflüsse aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten von rund EUR 0,4 (Vorjahr EUR 0,3 Mio.) gegenüber. Insgesamt ergibt sich damit ein Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit von EUR 12,8 Mio. (Vorjahr EUR 17,8 Mio.). ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT - WIRTSCHAFTSBERICHT "Leasingverhältnisse" - um rund EUR 2,9 Mio. angestiegen. Die im Geschäftsjahr 2019/20 gezahlten Divi- denden belaufen sich auf EUR 6,9 Mio. (Vorjahr EUR 6,6 Mio. ), die in Höhe von EUR 4,0 Mio. (Vorjahr EUR 4,0 Mio.) auf die Aktionäre der Schloss Wachenheim AG und mit rund EUR 2,9 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) auf Minderheitsgesellschafter von Tochtergesellschaften entfallen. Damit ergibt sich ein Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit­ von EUR 4,0 Mio. (im Vorjahr EUR 7,3 Mio.). Zum 30. Juni 2020 wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von EUR 55,0 Mio. (Vorjahr EUR 45,3 Mio.) über Banken und Gesellschafter finanziert (ohne Leasingverhältnisse). Hiervon entfallen EUR 20,8 Mio. (Vorjahr EUR 18,5 Mio.) auf solche mit langfristigen Laufzeiten und in Höhe von EUR 34,2 Mio. (Vorjahr EUR 26,8 Mio.) auf solche mit kurzfristigen Laufzeiten. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den Investitionen des Berichtsjahres sowie einer höheren Working Capital-Finanzierung im ostmitteleuro- päischen Teilkonzern. Der Zinsaufwand im Geschäftsjahr 2019/20 betrug insgesamt EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.). Daneben haben sich die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen aufgrund der erstma- ligen Anwendung von IFRS 16 "Leasingverhältnisse" gegenüber dem Vorjahresstichtag um EUR 18,3 Mio. erhöht. Investitionen Die Zugänge zu den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten belaufen sich - bereinigt um die Effekte aus Erstkonsolidierungen von Konzerngesellschaften sowie Zugänge von Nutzungsrechten nach IFRS 16 "Leasingverhältnisse" - auf EUR 12,6 Mio. Im Vorjahr haben sich diese Zugänge auf EUR 14,3 Mio. belaufen. Investitionen nach Teilkonzernen EUR 2,7 Mio. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Investitionen in Grundstücke und Gebäude (EUR 1,1 Mio. ), in technische Anlagen und Maschinen (EUR 3,8 Mio. ), in andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsaus­ stattung (EUR 2,4 Mio.) sowie in Markenrechte (EUR 3,8 Mio.) und in Software (EUR 0,3 Mio.). Ferner wurden Anzahlungen für im Bau befindliche Anlagen in Höhe von rund EUR 1,2 Mio. geleistet, insbesondere im Zusammenhang mit der Modernisierung von Produktionsanlagen am Standort Bilgoraj/Polen. Im Vorjahr standen die Zugänge überwiegend im Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Palettierzentrums am Standort Trier in Deutschland sowie der Modernisierung von Produk­tionsanlagen in Frankreich und Polen. Darüber hinaus wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht aktivierungsfähige Ausgaben zur Erhaltung von Produktionseinrichtungen getätigt. Die Aufwendungen hierfür beliefen sich im Konzern wie im Vorjahr auf insgesamt EUR 4,4 Mio. 30 Wachenheim AG und des Konzerns"­ beschrieben - fungiert die Gesellschaft auch als Holding innerhalb der Schloss Wachenheim-Gruppe. Dabei unterliegt ihre Geschäftstätigkeit grundsätzlich den gleichen Einfluss- faktoren, Chancen und Risiken wie auch der Konzern. Der Jahresabschluss der Schloss Wachenheim AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetz­ buches (HGB) aufgestellt. Ertragslage der Schloss Wachenheim AG Im Geschäftsjahr 2019/20 lag die Zahl der verkauften Flaschen -

Zarea Acquisitions

1 Acquisition

Zarea acquired 1 company. Their latest acquisition was Sange de Taur on September 20, 2019.

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Valuations are submitted by companies, mined from state filings or news, provided by VentureSource, or based on a comparables valuation model.

Total Funding

Note

Sources

9/20/2019

Acquired

1

Date

9/20/2019

Investment Stage

Companies

Valuation

Total Funding

Note

Acquired

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1

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